Der neue Alfa Romeo 4C ist Stargast beim Sonntagstreff in Frankfurter Klassikstadt

Autor: Stefan Kroppen

Der Sonntagstreff in der Frankfurter Klassikstadt (Orber Str. 4, www.klassikstadt.de) ist ein Highlight der Oldtimer-Szene des Rhein-Main-Gebiets. Im Sommer versammeln sich hier am jeweils zweiten Sonntag eines Monats weit über 100 historische Fahrzeuge.

Ein beträchtlicher Anteil der Besucher fährt im klassischen Alfa Romeo auf den Hof der ehemaligen Landmaschinenfabrik im Osten der Main-Metropole.

Am 12. Mai 2013 mischt sich ein besonderer Gast unter die schnittigen Spider, sportlichen Coupés und eleganten Limousinen aus Italien - der neue Alfa Romeo 4C erlebt beim bevorstehenden Sonntagstreff in der Klassikstadt einen der ersten öffentlichen Auftritte in Deutschland. Nicht nur Oldtimer-Fans können dabei die Gelegenheit nutzen, sich über den atemraubenden Zweisitzer zu informieren (ab 10 Uhr).

Angetrieben von einem 176 kW (240 PS) starken Vierzylinder-Turbomotor und unter 900 Kilogramm wiegend, vereint der Alfa Romeo 4C überlegene dynamische Performance, italienisches Design und hohe technische Kompetenz zu einem faszinierenden Coupé. Stellvertretend für Sportwagenfans weltweit hat das britische Fachblatt What Car? den Alfa Romeo 4C gerade zum „Most Exciting Car of 2013" gekürt.

Der neue Alfa Romeo 4C kommt zu einem Zeitpunkt auf den Markt, an dem die traditionsreiche Sportwagenmarke gleich drei bedeutende Jubiläen feiert. Vor 90 Jahren gelang mit dem Tipo RL der erste Sieg beim legendären Straßenrennen Targa Florio auf Sizilien. Der offene Zweisitzer war gleichzeitig das erste Auto, auf dem das heute untrennbar mit den Rennerfolgen von Alfa Romeo verbundene Quadrifoglio Verde prangte. Das glücksbringende vierblättrige Kleeblatt wurde für Pilot Ugo Sivocci auf die Motorhaube gemalt - als Gegenmittel gegen die ihm zugeteilte Startnummer 13. Das Quadrifoglio Verde ziert seitdem traditionell auch die besonders sportlichen Serienfahrzeuge von Alfa Romeo. So zum Beispiel die Spitzenversionen der aktuellen Modelle Alfa Romeo Giulietta und Alfa Romeo MiTo, die beide ebenfalls beim Mai-Sonntagstreff in der Klassikstadt zu sehen sind.

Vor 50 Jahren wurde die Firma Autodelta gegründet, die für Alfa Romeo zahlreiche Rennfahrzeuge entwickelte und zeitweise als offizielle Rennabteilung fungierte. Gründer Carlo Chiti konstruierte unter anderem den V-Zwölfzylinder, mit dem Alfa Romeo 1975 und 1976 die Marken-Weltmeisterschaft bei den Sportwagen gewann und der danach die Basis für die Rückkehr der italienischen Marke in die Formel 1 bildete.

Alfa Romeo erfüllt auf dem deutschen Markt schon immer die Rolle des Hechtes im Karpfenteich der einheimischen Hersteller. Wohl nie kam dieser Anspruch besser zur Geltung als 1993 - als Neuling gewann die italienische Marke auf Anhieb die heiß umkämpfte Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Ex-Formel-1-Pilot Nicola Larini fuhr der deutschen Konkurrenz in dieser Saison bei zehn von 20 Rennen auf und davon. Sein Fahrzeug bei diesem Siegeszug: der Alfa Romeo 155 V6 TI, zu seiner Zeit der einzige DTM-Bolide mit Vierradantrieb.

Der neue Alfa Romeo 4C - eine Revolution im Sportwagenbau
Der neue Alfa Romeo 4C verkörpert mit Heckantrieb und Mittelmotor die unverfälschte DNA eines Sportwagens der Mailänder Traditionsmarke: Performance, italienisches Stilempfinden und hohe technische Kompetenz bieten maximales Fahrvergnügen bei zugleich höchster Sicherheit. Das im hauseigenen Centro Stile Alfa Romeo gezeichnete Coupé wird im Maserati-Werk Modena gebaut.

Die Bezeichnung 4C liefert einen direkten Hinweis auf die glorreiche Historie der Marke und transportiert die technologischen und emotionalen Werte von einst in die Zukunft. Vor allem knüpft das Kürzel an die sportliche Tradition von Alfa Romeo an: Schon die auf und abseits der Rennstrecke erfolgreichen 6C- und 8C-Modelle der 30er und 40er Jahre zielten in ihrer Konstruktion auf das Leistungsgewicht eines authentischen Supersportwagens - sprich einen Wert von unter 4 Kilogramm Gewicht pro PS. Daher konzentrierten sich die Ingenieure nicht allein auf die maximale Leistung, sondern achteten auch immer auf konstruktiven Leichtbau.

Diesem Credo bleibt auch der neue Alfa Romeo 4C („C" für „Cilindri" = Zylinder) treu. Um diesen Wert zu erreichen, setzten die Ingenieure auf Technologien und Materialien, die teils schon in Supersportwagen wie dem Alfa Romeo 8C Competizione zum Einsatz kamen. Dazu zählt neben Kohlefaser auch Aluminium - ein Material-Mix, der in Kombination mit Heckantrieb und Technologien aus existierenden Modellen dem sportlichen Charakter des neuen Alfa Romeo 4C zusätzlichen Glanz verleiht. Der neue Turbobenziner in Vollaluminium-Bauweise mit 176 kW (240 PS), das ausgefeilte automatisierte Alfa Romeo TCT-Getriebe (mit doppelter Trockenkupplung) und ein zusätzlicher „Race"-Modus für das Fahrdynamikprogramm Alfa Romeo D.N.A. steigern das dynamische Potenzial weiter.

Das Design - hochmoderne Materialien und klassische Zitate
Der Alfa Romeo 4C schlägt eine direkte Brücke zu Ikonen der Markenhistorie. In Bezug auf die Abmessungen und das Gesamtkonzept gleicht er vor allem einem Modell: dem Alfa Romeo 33 Stradale. Ein Auto, das extreme mechanische und funktionale Lösungen mit einem unverwechselbaren Design vereinte. Der neue Alfa Romeo 4C setzt genau dort wieder an. Und vollendet die zuvor vom Alfa Romeo 8C Competizione fortgeführte Entwicklung, indem er drei Kernwerte der Marke betont: kompakte Größe, Dynamik und Agilität.

Eine schnörkellose Formensprache und authentische Materialien kennzeichnen auch den Innenraum des Alfa Romeo 4C. Er zielt in allen Details auf maximalen Fahrspaß für den Fahrer. Deutlich sichtbar: die unverkleideten Segmente des Kohlefaser-Chassis. Sie unterstreichen dessen Funktion als schützende Überlebenszelle und betonen die sowohl sehr leichte wie hochfeste Struktur. Der Armaturenträger und die Türtafeln erhielten Oberflächen in einem dunklen Asphalt-Finish. Die extreme Fokussierung auf den Fahrer äußert sich unter anderem in digitalen Anzeigeinstrumenten und einem sportlich geformten Lenkrad samt integrierten Schaltwippen.

Die beiden aus Verbundmaterial gefertigten Schalensitze erhöhen den Kontakt des Fahrers zum Fahrzeug weiter. Zugleich bieten sie aber genügend Komfort für den Alltagsverkehr. Die Pedalerie und die Fußstützen bestehen aus Aluminium.

Kompakte Abmessungen und aerodynamische Effizienz
Die kompakten Maße des Alfa Romeo 4C machen ihn auch im Konkurrenzumfeld einzigartig: Er ist unter vier Meter lang, 200 Zentimeter breit, 118 Zentimeter hoch und hat einen Radstand von knapp unter 2,4 Metern. Diese Abmessungen lassen Agilität und sportliches Fahrverhalten schon erahnen.

Die Karosserie weist eine hohe aerodynamische Effizienz auf. Sie erzeugt -  ähnlich wie bei Rennwagen - bei hoher Geschwindigkeit einen deutlich spürbaren Abtrieb. Diese „Downforce" verhilft dem Fahrzeug zu einem Plus an Richtungsstabilität.

Neuer Turbobenziner mit 240 PS
Der Alfa Romeo 4C wird von der Evolutionsstufe eines bereits im Alfa Romeo Giulietta QV eingesetzten Turbomotors angetrieben. Der aufgeladene Vierzylinderbenziner schöpft seine 176 kW (240 PS) aus dem für Alfa Romeo traditionsreichen Hubraum von 1750 Kubikzentimetern. Er wurde mit Blick auf den Einsatz im neuen Modell sowohl auf der Ein- wie Auslassseite nochmals gründlich optimiert, um so den sportlichen Charakter noch zu verstärken. Der Aluminium-Motorblock, die Direkteinspritzung, die doppelte Phasenverstellung der beiden obenliegenden Nockenwellen, die Turboaufladung und ein revolutionäres Kontrollsystem zur Unterdrückung selbst kleiner Verzögerungen beim Beschleunigen erheben das Vierzylinder zum Hightech-Triebwerk. Das maximale Drehmoment des Motors fällt mit 350 Nm üppig aus - 80 Prozent dieser Kraft sind schon bei 1.700 Umdrehungen pro Minute abrufbar.

Die zahlreichen im Alfa Romeo 4C eingesetzten Hightech-Komponenten sichern Fahrleistungen auf dem Niveau eines Supersportwagen. Das zeigen die Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden, eine Querbeschleunigung in Kurven von 1,1 g und eine maximale Bremsverzögerung von 1,25 g.

Alfa Romeo D.N.A. wurde um einen „Race"-Modus erweitert
Eine dem neuen Alfa Romeo 4C vorbehaltene Technikpremiere betrifft das per Schalter auf der Mittelkonsole individuell anwählbare Fahrdynamikprogramm Alfa Romeo D.N.A. Zu den bislang schon bekannten drei Modi - „Dynamic", „Natural" und „All Weather" - kommt im neuen Sportwagen ein viertes Programm hinzu: „Race". Damit lassen sich speziell auf abgesperrter Piste die Grenzen des Alfa Romeo 4C noch intensiver ausloten. Ein etwas längerer Druck auf den Wählschalter in Dynamic-Position genügt, schon ist der „Race"-Modus aktiviert. In diesem Menü werden die dynamische Stabilitätskontrolle ESP und Antischlupf-System deaktiviert - der Fahrer hat alles unter seiner (eigenen) Kontrolle. Zugleich ändert das voll digitalisierte Instrumentenbrett inklusive TFT-Display seine Konfiguration: Es zeigt nur noch die wirklich relevanten Informationen und verändert zugleich je nach Einstellung seine Farbe: Gelb für „Race", Rot für „Dynamic", Grau für „Natural" und Blau für „All Weather".

Automatikgetriebe Alfa TCT mit zwei Trockenkupplungen
Der Turbobenziner bildet im neuen Alfa Romeo 4C eine innovative Allianz mit dem Alfa TCT -  das automatisierte Getriebe verfügt über zwei Trockenkupplungen, die in Sekundenbruchteilen für sportlichen Kraftschluss ohne Zugkraftunterbrechung sorgen. In punkto Gewicht und Schnelligkeit der Gangwechsel setzt das Alfa TCT Maßstäbe in seiner Klasse. Je nach Gusto können die Gänge auch sequentiell via Schaltwippen am Lenkrad gewechselt werden.

Im Vergleich zu den bereits in den Modellen Giulietta und MiTo eingesetzten TCT-Getrieben profitiert der Alfa Romeo 4C von einer weiterentwickelten Software-Generation samt neuer Launch-Control-Funktion, die zugunsten ultimativer Beschleunigungskraft alle Systeme nochmals schärft. Den Sprint von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde meistert der Alfa Romeo 4C dadurch in nur 4,5 Sekunden.

Darüber hinaus richtet das Alfa TCT seine Schaltstrategie nach den Straßenverhältnissen und dem aktuellen Fahrstil aus - dazu kommuniziert es mit dem Alfa Romeo D.N.A., dem Brems- und Motormanagement-System sowie der dynamischen Stabilitätskontrolle. So richtet sich zum Beispiel die Schaltstrategie im Automatik-Programm des TCT nach der Einstellung des Alfa Romeo D.N.A.

Monocoque aus Kohlefaser
Eine steife und zugleich leichte Struktur gilt als essentielle Grundvoraussetzung für einen Hochleistungssportwagen. Das gleiche Prinzip bestimmte daher auch die Konstruktion des Alfa Romeo 4C. Eine Kombination aus hochmodernen Materialien mit außergewöhnlicher Steifigkeit und Festigkeit führte zusammen mit einem niedrigen spezifischen Gewicht zum gewünschten Ergebnis. Das Monocoque, komplett aus Kohlefaser gebacken, wiegt nur 65 Kilogramm und bietet doch genügend Platz für Fahrer und Beifahrer. Diese sonst nur bei absoluten Supersportwagen angewandte Bauform wird beim Alfa Romeo 4C um vordere und hintere Strukturen sowie Dachverstärkungen aus Aluminium ergänzt.

Auch die Karosserie des 4C besteht komplett aus sehr leichtem und festem Verbundmaterial. Die Vorteile: 20 Prozent geringeres Gewicht im Vergleich zu einer Stahl-Konstruktion, keinerlei Korrosions-Probleme und eine Stabilität, die höher als bei Aluminium ist und auf ähnlichem Niveau wie Stahl liegt. Auch die Sitzschalen glänzen dank eines Mix aus Kohlefaser- und Fiberglas-Strukturen mit niedrigem Gewicht und hohen Festigkeitswerten.

In der Addition aller Maßnahmen drückte Alfa Romeo das Leergewicht des neuen Sportwagens auf 895 Kilogramm. In Kombination mit einer maximalen Torsionssteifigkeit und einem niedrigen Fahrzeugschwerpunkt ergibt sich so eine extrem hohe Agilität und souveräner Fahrspaß auch auf betont anspruchsvollen Strecken.

Radaufhängungen und Bremsen wie im Rennwagen
Der neue Alfa Romeo 4C verfügt über ein sehr aufwändiges Aufhängungslayout mit Doppelquerlenkern vorne und einer weiterentwickelten McPherson-Konstruktion für die Hinterachse. In Verbindung mit Heckantrieb, dem exzellenten Leistungsgewicht und einer Gewichtsverteilung von 40:60 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse werden eine maximale Agilität und sehr sichere Straßenlage erreicht. Für all jene, denen selbst das noch nicht reicht, hat Alfa Romeo ein komplettes Fahrwerks-Kit als Option im Angebot - mit noch sportlicher abgestimmten Stoßdämpfern und Stabilisatoren.

Vier innenbelüftete Scheibenbremsen rundum plus von Brembo entwickelte Vierkolben-Bremssättel aus Aluminium für die Vorderachse sichern selbst bei extremen Bremsmanövern eine maximale Verzögerungskraft. Um das Fahrzeug auch in Kurven stets sicher auf der Fahrbahn zu halten, wird der Mittelmotor-Sportwagen mit unterschiedlich großen Leichtmetallfelgen für die Vorder- und Hinterachse bestückt. Kunden haben die Wahl zwischen einer Kombination aus 17 Zoll vorne/18 Zoll hinten oder 18 Zoll vorne/19 Zoll hinten. Für noch besseren Grip stehen zusätzlich und auf Wunsch Reifen mit weicherer Gummimischung zur Verfügung.

Im Einklang mit dem puristischen Grundgedanken des Alfa Romeo 4C wurde auf eine Servolenkung verzichtet. Die Lenkkräfte liegen dank des niedrigen Gesamtgewichts des Fahrzeugs dennoch im üblichen Rahmen.

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