Alfa Romeo setzt Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag auf Techno Classica fort

Autor: Stefan Kroppen

Werkmuseum präsentiert Raritäten aus 100 Jahren Motorsport. Alfa Romeo 8C Spider auch live bei Probefahrten erlebbar. Rasante Retrospektive: Auf der 22. Techno Classica, die vom 7. bis 11. April auf dem Essener Messegelände ihre Pforten öffnet, rückt Alfa Romeo im Jahr seines 100-jährigen Bestehens sein langes und erfolgreiches Motorsport-Engagement in den Mittelpunkt.

Angefangen vom Alfa Romeo P2 Gran Premio aus dem Jahr 1925 über den Alfa Romeo 6C 3000 CM von 1953 bis hin zum Alfa Romeo 155 2.5 V6 TI „Turismo D1“ aus der DTM-Saison 1993 präsentiert die Klassik-Abteilung der italienischen Marke auf ihrem Stand in Halle 3 insgesamt sieben Preziosen, die Motorsport-Geschichte schrieben. Sie bilden damit den perfekten Rahmen für den Auftritt des aktuellen Supersportwagens, den Alfa Romeo 8C Spider. Der 331 kW (450 PS) starke V8-Roadster präsentiert sich aber nicht nur statisch auf dem Stand, vielmehr lädt Alfa Romeo interessierte Kunden ein, die Faszination des 8C Spider live im Rahmen von Probefahrten ins Umland des Messegeländes zu erleben

Meisterliche Ikonen aus einem Jahrhundert Rennsportgeschichte

Auf der nach eigenen Angaben größten Klassikermesse der Welt zelebriert Alfa Romeo passend zum 100. Geburtstag der Marke einen großen Auftritt. So dürfen sich die Besucher der Techno Classica beispielsweise auf den Alfa Romeo P2 Gran Premio freuen, mit dem der Italiener Gastone Brilli-Peri 1925 für Alfa Romeo die erstmals ausgeschriebene Konstrukteurs-Weltmeisterschaft einfuhr. Sieben Jahre später, 1932, dominierte der „Fliegende Mantuaner“ Tazio Nuvolari mit seinem von einem Kompressor-Achtzylinder angetriebenen Alfa Romeo Gran Premio Tipo B (P3) die Saison. Mit diesem Fahrzeug steht der erste einsitzige Grand Prix-Rennwagen (Monoposto) der Automobilgeschichte in Essen.

Mit dem Alfa Romeo Tipo 159 – „Alfetta“ genannt – bringt das Automobilissmo Storico Alfa Romeo eine weitere Besonderheit aus der Lombardei ins Ruhrgebiet: Mit 47 Siegen in 54 Grands Prix ist der bereits 1937 als Tipo 158 konzipierte Rennwagen einer der erfolgreichsten aller Zeiten. Dank ständiger Weiterentwicklung und Anpassungen an Reglementänderungen, konnte der Monoposto auch noch in der Formel 1-Saison 1951 eingesetzt werden. Aus diesem Jahr stammen auch der auf der Techno Classica präsentierte Wagen sowie das ebenfalls ausgestellte Chassis – beides somit Arbeitsgeräte von Guiseppe „Nino“ Farina und Juan Manuel Fangio, mit Alfa Romeo 1950 und 1951 die beiden ersten Formel 1-Weltmeister.

Aus dem Sportwagenbereich rollt mit dem Alfa Romeo 6C 3000 CM von 1953 eine ganz besondere Rarität an: Insgesamt nur sechs Modelle der wegen des von 3,0 auf 3,5 Liter vergrößerten Hubraums „Competizione Maggiorata“ genannten Version wurden produziert, vier Coupés, zwei Spider. Juan Manuel Fangio steuerte 1953 eines der geschlossenen Exemplare auf Rang zwei bei der Mille Miglia – und der in Essen gezeigte Spider ist exakt jenes Auto, mit dem der Argentinier im selben Jahr den allerersten Gran Premio Supercorte Maggiore in Meran gewann.

Gar zu Weltmeisterschafts-Ehren gelangte der Gruppe-6-Rennwagen Alfa Romeo 33 TT 12, der in Essen so etwas wie ein Heimspiel feiert: Eingesetzt vom Willi Kauhsen Racing Team aus Aachen, gewann Alfa Romeo mit diesem Modell 1975 die Sportwagen-Weltmeisterschaft für Konstrukteure. Die Fahrerbesatzung um Jacques Laffite, Henri Pescarolo, Derek Bell und Jochen Mass entschied sieben der acht Saisonläufe für sich.

Ähnlich eindrucksvoll liest sich die Erfolgsbilanz des ebenfalls auf dem Stand von Alfa Romeo ausgestellten Alfa Romeo 155 2.5 V6 TI „Turismo D1“ von 1993. Im DTM-Debütjahr der Mailänder Marke gewann Alfa Corse-Pilot Nicola Larini elf der 22 Saisonläufe und am Ende auch den Meistertitel. Alessandro Nannini und Christian Danner unterstrichen mit weiteren Siegen die Dominanz des Hightech-Allradlers.

100 Jahre Alfa Romeo: Meilensteine einer automobilen Legende

2010 feiert Alfa Romeo seinen 100. Geburtstag. Die bewegende Geschichte der faszinierenden Automarke startete 1910 in den Hallen des Autobauers Alexandre Darracq im Nordwesten Mailands. Dessen Lizenzbauten von französischen Modellen stießen in Italien jedoch auf wenig Gegenliebe. So übernahmen automobilbegeisterte Geschäftsleute aus der Lombardei die Fabrik und ließen die neue Firma am 24. Juni 1910 als Società “Anonima Lombarda Fabricia Automobili” – kurz A.L.F.A. – ins Handelsregister eintragen.

Noch im selben Jahr verließ der erste A.L.F.A. das Werk in Portello: der 24HP. Sein 4,1-Liter-Motor leistete genau 42 PS und befähigte den Wagen zu der seinerzeit sensationellen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Bereits ab 1911 untermauerte A.L.F.A. seine Automobilbau-Kompetenz durch Erfolge im Motorsport. Doch trotz der sportlichen Triumphe und einem ausgezeichneten Ruf der Mailänder Fahrzeuge war die wirtschaftliche Lage der Società „Anonima Lombarda Fabricia Automobili“ – der damaligen politischen und gesamtwirtschaftlichen Lage entsprechend – bald besorgniserregend. Die Rettung kam in Form der Beteiligung einer Firma mit dem Namen „Accomandita Ing. Nicola Romeo & Co.“. Generaldirektor wurde der aus Neapel stammende Ingenieur Nicola Romeo. Aber erst 1919 folgte der Startschuss für die erneute Produktion edler Automobile, die nun, um den guten Ruf der A.L.F.A.-Automobile zu nutzen, den Namen „Alfa Romeo“ trugen.

Untrennbar mit der Marke verbunden ist das „Quadrifoglio Verde“. Das vierblättrige Kleeblatt wandelte sich vom anfänglichen Glücksbringer schnell zum bis heute unverwechselbaren Sport-Symbol. Mit seinem Markenzeichen unterstrich Alfa Romeo nachdrücklich die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt Mailand – schon in den frühen Jahren oft auch im Motorsport. Die Herkunft des Quadrifoglio Verde ist legendär: Bei der Targa Florio 1923 sah sich Alfa Werksfahrer Ugo Sivocci schon vom Pech verfolgt, als ihm die Startnummer 13 zugelost wurde. Für den abergläubischen Italiener ein böses Omen. Völlig verzweifelt spielte er gar mit dem Gedanken, seinen Start abzusagen. Einem Mechaniker kam die rettende Idee: Er malte mit Pinsel und Farbe ein vierblättriges Kleeblatt in einer weißen Raute auf beide Seiten der dunkelroten Motorhaube. Sivocci gewann das Rennen…

Fortan erhielten alle Werksrennwagen von Alfa Romeo das Quadrifoglio Verde als Glücksbringer. Bis heute ziert es die betont sportlichen und besonders leistungsstarken Serienfahrzeuge der Modellpalette von Alfa Romeo.

Die 22. Techno Classica ist von Mittwoch, 7. April (Presse- und Fachbesuchertag) bis Sonntag, 11. April 2010 geöffnet. Eintritt: 20 Euro für Erwachsene, ermäßigt 16 Euro; 10 Euro für Kinder und Jugendliche. Weitere Informationen unter: http://www.siha.de.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Alfa Romeo
Frankfurt, 29. März 2010

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