Fiat stellt Studie zum Erfolg von eco:Drive vor

Autor: Stefan Kroppen

Richtiger Fahrstil kann Verbrauch um bis zu 16 Prozent senken. Innovative Spritspar-Software erfasst erstmals Fahrerverhalten. Moderne Autos gehen mit dem Kraftstoff so effizient um, dass es heute nahezu unmöglich ist, durch eine einzige technische Maßnahme den Verbrauch um einen zweistelligen Prozentwert zu senken.

Ein in der Vergangenheit nicht beeinflussbarer Faktor beinhaltet jedoch fast immer ein Benzinspar-Potenzial in dieser Größenordnung – der individuelle Fahrstil des Menschen am Lenkrad. Nur die von Fiat entwickelte Analyse-Software eco:Drive stellt jeder Fahrerin und jedem Fahrer ein einfach zu handhabendes und darüber hinaus kostenloses Werkzeug zur Verfügung, den Umgang mit Gaspedal, Bremse und Schaltung unter Umweltaspekten zu optimieren. eco:Drive ergänzt damit die Umwelt- und Kostendämpfungsstrategie „Weniger ist genial“ des italienischen Herstellers um ein weiteres innovatives Element.

Vor zwei Jahren führte Fiat dieses fahrzeugunabhängige Spritspar-Programm ein. Die Auswertung der im Rahmen einer inzwischen durchgeführten Praxisstudie gesammelten Daten zeigt eindeutig: Dank eco:Drive werden der persönliche Spritverbrauch und damit die CO2-Emissionen deutlich gesenkt. Im Durchschnitt wurde eine Reduzierung um sechs Prozent erreicht, die besten „eco:Driver“ verbrauchten sogar bis zu 16 Prozent weniger Kraftstoff.

Sparpotenzial: Bis zu 90 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr
Fiat hat für die nun vorliegende Studie zu eco:Drive 428.000 Einzelfahrten ausgewertet, die von 5.700 Fahrern aus fünf Ländern (Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien) in einem Zeitraum von 150 Tagen absolviert wurden. Die durchschnittlich zurückgelegte Distanz betrug dabei rund zehn Kilometer – typischerweise auf dem Weg zur und von der Arbeit. Dabei wurden zunächst Basiswerte ermittelt, die eine sparsame von einer weniger sparsamen Fahrt unterscheiden. Demnach sind für einen reduzierten Kraftstoffverbrauch vor allem die Faktoren frühe Gangwechsel (Anteil 31 Prozent), sanfte Beschleunigung (29 Prozent), vorausschauendes Bremsen (25 Prozent) und gleichmäßige Geschwindigkeit (15 Prozent) verantwortlich.

Die Studie zeigt, dass die beteiligten Fahrer aufgrund der von eco:Drive erarbeiteten Hinweise ihren Fahrstil sehr schnell optimierten. Am einfachsten erschienen dabei Fortschritte in den Punkten „frühe Gangwechsel“ und „vorausschauendes Bremsen“. Am Ende der Beobachtungsperiode verbrauchten die „eco:Driver“ durchschnittlich sechs Prozent weniger Kraftstoff, was einer Einsparung von rund 1.088 Kilogramm CO2 während der durchschnittlichen Lebensdauer (siebeneinhalb Jahre) eines Fahrzeugs entspricht. Die Besten 10 Prozent der Studie reduzierten ihren persönlichen Kraftstoffverbrauch sogar um 16 Prozent. Jeder von ihnen senkt damit die Umweltbelastung um rund 2.895 kg während der durchschnittlichen Fahrzeugnutzungsdauer und würde etwa 1.575 Euro an der Tankstelle sparen. Würden alle Autofahrer innerhalb der Europäischen Union nur die durchschnittliche Verbesserung erreichen, würden Jahr für Jahr rund 34 Millionen Tonnen weniger CO2 freigesetzt. Nimmt man das Sparpotenzial der Besten 10 Prozent aus der Studie kommt man sogar auf eine Reduktion von 90 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

Eine überraschende Erkenntnis der Studie ist, dass „eco:Driving“ nicht gleich bedeutend mit Zeitverlust ist. Im Gegenteil, die beobachteten Fahrer legten den täglichen Weg zur Arbeit schließlich in einer um 3,3 Prozent verkürzten Zeit zurück, pro Monat verbrachten sie bis zu vier Stunden weniger im Auto. Weil sie 13 Prozent weniger Stopps durchführten, stieg ihre Durchschnittsgeschwindigkeit um 2,4 Prozent. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: „eco:Driver“ fahren deutlich weniger aggressiv und dadurch sicherer.

eco:Drive Studie: Deutsche Autofahrer beschleunigen zu stark
Die zu eco:Drive durchgeführte Studie macht aber auch deutlich, dass es kaum allgemein gültige Ansätze gibt. So wurden bereits in den fünf beteiligten Ländern starke nationale Unterschiede festgestellt. Die deutschen Autofahrer sind offensichtlich sehr gut darin, frühzeitig hochzuschalten, während die größte Schwäche beim zu starken Beschleunigen zu finden ist. Dennoch liegt die Bundesrepublik auf Rang zwei im Nationenvergleich, übertroffen nur von Großbritannien, dessen Vertreter innerhalb der Studie vorbildlich mit besonders kraftstoffsparenden Gangwechseln zurechtkamen. In Deutschland wurde darüber hinaus mit 34,3 km/h die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht, die durchschnittliche Wartezeit z. B. an roten Ampeln betrug lediglich sechs Minuten pro Tag.

Eine Schlussfolgerung der Studie ist daher, dass eine optimale Verbrauchsreduzierung nur durch individuell auf den jeweiligen Fahrer zugeschnittene Hinweise erzielt werden kann. Und genau in diesem Punkt setzt das von der jeweiligen Umgebung (Stadt, ländlicher Raum) sowie dem betroffenen Fahrzeug (vom Kleinwagen bis zum Transporter) völlig unabhängig arbeitende eco:Drive an. Fiat versteht diese innovative Software darüber hinaus als sinnvolle Ergänzung zu technologischen Entwicklungen am Fahrzeug selbst, wie der Start&Stopp-Automatik, die Fiat für die meisten Modelle anbietet. Mit eco:Drive stellt Fiat seinen Kunden ein kostenloses Hilfsmittel zur Entlastung der Umwelt zur Verfügung, das sofort und direkt eingesetzt werden kann. Im Gegensatz zu kraftstoffsparenden Maßnahmen seitens der Technik, die immer auch mit Kosten für Herstellung und Montage verbunden sind, hat eco:Drive außerdem den großen Vorteil, für den Kunden kostenlos zur Verfügung zu stehen. Vor diesem Hintergrund lässt sich sagen, dass eco:Drive sogar die kosteneffizienteste Möglichkeit ist, Kraftstoff zu sparen.

eco:Drive: die innovative Spritspar-Software von Fiat
Das Kernstück von eco:Drive ist ein spezielles Computerprogramm, das im Internet unter der Adresse www.fiat.de/ecodrive kostenlos zur Verfügung steht. Technische Voraussetzung ist – neben dem Zugriff auf einen PC oder Mac – das Telematiksystem Blue&Me, das Fiat 500, Fiat Punto Evo, Fiat Grande Punto, Fiat Bravo, Fiat Croma, Fiat Doblò und Fiat Qubo ohne Aufpreis serienmäßig an Bord haben (ab Ausstattungslevel Dynamic). Käufer dieser Fiat Modelle kombinieren dadurch gleich zwei finanzielle Vorteile miteinander – den reduzierten Kraftstoffverbrauch und die aufgewertete Serienausstattung. Seit Frühjahr diesen Jahres steht mit eco:Drive Fleet außerdem eine Lösung für Fuhrparkmanager zur Verfügung. Diese ebenfalls kostenlose Anwendung ermöglicht es, die Verbrauchsdaten einer kompletten Fahrzeugflotte auszuwerten und auch hier den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen sowie die Kosten erheblich zu senken.

Über den Bordcomputer erfasst eco:Drive während der Fahrt detaillierte Daten zu Beschleunigungs- und Bremsphasen, zu Gangwechseln und zur Geschwindigkeit. Diese Werte stehen über die USB-Schnittstelle von Blue&Me zum Download bereit und können mit Hilfe eines digitalen Datenträgers (USB-Stick) auf einen Computer übertragen werden. Die eco:Drive Software vergleicht anschließend Verbrauchs- und Emissionswerte miteinander und stellt die Ergebnisse in übersichtlichen Grafiken dar. Dadurch kann der Anwender den eigenen Fahrstil objektiv auswerten.

Mit dieser Analyse beginnt der eigentliche Prozess des Benzinsparens. Ziel von eco:Drive ist es, einen möglichst wirtschaftlichen und umweltschonenden Fahrstil für das eigene Auto zu entwickeln. Das auch ohne professionelle Computerkenntnisse problemlos anzuwendende Programm vergleicht dazu die auf den absolvierten Strecken – z. B. dem Weg zur Arbeit – gesammelten Daten. Auf diese Weise erhält der eco:Drive-Anwender klare und einfach nachvollziehbare Hinweise darauf, mit welcher Fahrweise er den individuellen Kraftstoffverbrauch senken kann (z. B. früher schalten, weniger stark bremsen). Gleichzeitig wird dadurch das Bewusstsein für mögliche persönliche Angewohnheiten beim Autofahren geschärft, die Energie vergeuden.

Zusätzliche Hilfestellung für einen verbrauchsoptimiertem Fahrstil gibt Fiat mit einer ganzen Reihe allgemeingültiger Benzinspar-Tipps auf der eco:Drive Homepage im Internet (z. B. auf korrekten Reifendruck achten). Als Ansporn errechnet das Computerprogramm einen eco:Index, mit dem sich individuelle Fortschritte bei der Entwicklung eines sparsamen Fahrstils errechnen lassen. Zusätzlichen Anreiz, mit eco:Drive den persönlichen Kraftstoffverbrauch zu senken, bietet der Internetkontakt zu anderen Nutzern des Spritspar-Programms, zur sogenannten Web-Community. Auf der interaktiven Plattform können Autofahrer über Ländergrenzen hinaus Erfahrungen mit eco:Drive austauschen und sich gegenseitig Tipps zur weiteren Reduzierung des Verbrauchs geben.

Mit eco:Drive eröffnet Fiat eine neue Dimension des umweltbewussten Autofahrens. Es nimmt den Fahrzeugnutzer in die Pflicht, den optimalen Umgang mit dem Kraftstoff nicht ausschließlich in die Verantwortung der Technik abzuschieben. Außerdem nutzt eco:Drive auf innovative Weise die Möglichkeiten des Internets zur Verbesserung – die Erkenntnisse der Anwender werden dazu genutzt, das Computerprogramm regelmäßig weiter zu

entwickeln.

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