Der neue Alfa Romeo Giulietta Erstes Modell auf neuer Konzern-C-Plattform

Autor: Stefan Kroppen

Neuer Maßstab bei Handling, Sicherheit und Fahrkomfort Dritter Lastpfad für Maximum an Partnerschutz.

Das mit Spannung erwartete Debüt des neuen Alfa Romeo Giulietta auf dem 80. Genfer Automobilsalon markierte zugleich die Weltpremiere der komplett neuen C-Segment-Plattform der Fiat Group Automobiles. Auf Basis dieser völlig neu entwickelten „Compact“-Architektur soll die neue Giulietta in den Bereichen Straßenlage, Wendigkeit, Sicherheit und Komfort nicht nur in dieser Fahrzeugklasse neue Maßstäbe setzen.

Die hochmoderne Bodengruppe macht es möglich, eine außergewöhnlich dynamische Performance mit hohem Fahrkomfort zu verbinden. Maßgeblichen Anteil daran haben innovative Techniklösungen, wie etwa die komplett neu konstruierten Radaufhängungen und das Lenksystem der jüngsten Generation. Ebenfalls völlig neu: die ebenso steife wie leichte Struktur der Bodengruppe, für die Aluminium und hochfeste Stähle zum Einsatz kommen. Zudem setzt Alfa Romeo bei der Fertigung der neuen „Compact“-Plattform auf moderne, in die Zukunft weisende Produktionstechnologien.

Der neue Alfa Romeo Giulietta belebt also nicht nur den Namen seiner berühmten Vorgänger neu, sondern knüpft mit seinem dynamischen Charakter auch an die große Tradition der legendären Sportlimousinen aus dem Hause Alfa Romeo an. Dabei vereint die Giulietta mit der neuen C-Segment-Plattform sportliche Agilität mit zeitgemäßem Fahrkomfort. Wer die dynamischen Talente des Alfa Romeo Giulietta noch stärker betonen möchte, kann dies durch die Wahl eines Sport-Pakets tun. Fahrvergnügen und Komfort können darüber hinaus serienmäßig mit der Fahrdynamikregelung „Alfa Romeo D.N.A.“ individuell auf den persönlichen Geschmack abgestimmt werden. Das System ermöglicht die Anpassung des Fahrzeugs an den individuellen Fahrstil, den aktuellen Straßenzustand oder die jeweilige Verkehrssituation.

Meilenstein für alle kommenden C-Segment-Fahrzeug

Mit der neuen „Compact“-Architektur setzt der Fiat Konzern seine Produktstrategie fort, die Fahrzeuge der verschiedenen Konzernmarken – bei aller Eigenständigkeit – auf einer gemeinsamen Plattform zu produzieren. Den erfolgreichen Auftakt dazu bildeten die Mini-Architektur für das A-Segment sowie die Small-Plattform für die Automobilkategorien B und L0. Mit der C-Segment-Plattform folgt jetzt eine vielseitige Ausgangsbasis für eine ganze Reihe künftiger Modelle und Baureihen, die für den Konzern von zentraler Bedeutung sind. Der neue Alfa Romeo Giulietta zeigt dabei die Richtung: Handling und Rückmeldungen auf Lenkbefehle, Leistungsgewicht, aktive und passive Sicherheit sowie Fahr-, Geräusch- und Klimakomfort-Eigenschaften setzen in dieser Klasse neue Maßstäbe.

Schon die verwendeten Materialien verdeutlichen die Fortschrittlichkeit der neuen Plattform. So zeigt sich die gesamte Struktur erheblich steifer und ermöglicht ein agileres Fahrverhalten – ohne gegenüber der Vorgänger-Generation an Gewicht zuzulegen. Sie profitiert vom umfangreichen Einsatz hoch- und höchstfester Stähle, die mehr als 90 Prozent der gesamten Masse ausmachen. Einige der strukturell vor allem im Bereich der klar definierten Deformationszonen besonders geforderten Komponenten bestehen aus warmgeformten, oberflächenvergüteten Stählen.

Für zahlreiche mit der eigentlichen Karosseriestruktur verschraubte Elemente kommen ebenfalls moderne Leichtbau-Materialien zum Einsatz. So wird der vordere Querträger, der die Vorderradaufhängungen mit dem dritten Lastpfad verbindet, aus gepresstem Aluminium gefertigt. Für die Struktur des hinteren Stoßfängers und die Energie absorbierenden Teile des dritten Crashpfades kommt Xenoy zum Einsatz – ein thermoplastischer Kunststoff, der im Verhältnis zu seinem geringen spezifischen Gewicht große Mengen an kinetischer Energie aufnehmen kann. Die Komponenten des dritten Lastpfades absorbieren die Aufprallenergie bei geringeren Geschwindigkeiten, so dass Kollisionen für Fußgänger mit deutlich gemilderten Folgen ablaufen. Verglichen mit herkömmlichen Stahlstrukturen zeichnen bereits diese Maßnahmen für eine Gewichtsersparnis von 8,5 Kilogramm vorn und vier Kilogramm im Heckbereich verantwortlich – natürlich ohne Einbußen bei der passiven Sicherheit der Insassen.

Eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft der neuen Plattform ist ihre Modularität, durch die sie sich sogar für Modellfamilien mit unterschied­lichen Radständen eignet. Hintergrund dieser Vielseitigkeit: Die eigent­liche Bodengruppe kann in der Mitte und zu den Seiten hin durch mehrere Teile ergänzt werden, ohne dass hierdurch die widerstandsfähigen Chassis-Strukturen an Front und Heck beeinträchtigt werden. Vorteil: Auf diese Weise lässt sich die Plattform mit minimalem Aufwand an unterschiedliche Fahrzeugsegmente anpassen.

Auch alle weiteren Systeme und Komponenten der Bodengruppe wurden auf mögliche Verbesserungen und Gewichtseinsparungen optimiert. So bringen zum Beispiel die Rücksitzbefestigungen und auch der Querträger zwischen den A-Säulen – der aus einer Magnesium-Legierung gefertigt wird – 35 Prozent weniger Gewicht auf die Waage.

Modernste Fahrwerkstechnik schafft dynamisches Handlin

Der neue Alfa Romeo Giulietta besticht insbesondere durch die gelungene Synthese aus agilem Handling und hohem Fahrkomfort, die ihn von der Masse der Kompakten abhebt. Verantwortlich hierfür zeichnen die grundlegend überarbeitete Vorderachse und das neue Layout der hinteren Radaufhängungen. So wurde die vordere McPherson-Konstruktion mit Blick auf maximale Abstützung gegen Seitenkräfte optimiert. Gleichzeitig sank ihr Gewicht gegenüber den zuvor eingesetzten Gussstahl-Komponenten dank der Verwendung von Aluminium um vier Kilogramm. Eine völlige Neuentwicklung stellt auch die hintere Mehrlenker-Hinterachse dar, die den neuesten Stand der Technik repräsentiert. Ihre flache und raumsparende Bauweise schafft zusätzliches Gepäckvolumen und realisiert dank besonders leichter Aluminium-Querlenker auch noch einen Gewichtsvorteil von zehn Kilogramm im Vergleich zu konventionellen Mehrlenker-Konstruktionen.

Den Fahrkomfort steigert die neue „Compact“-Plattform durch eine Vielzahl von Neuerungen. Die elektromechanische Servolenkung etwa – die mit den aktiven Sicherheitssystemen des Fahrzeugs vernetzt ist – sorgt mit ihrer klaren Ansprache für ein vertrauenerweckendes Lenkgefühl. Die neue Klimaregelung passt die Bedingungen im Innenraum noch exakter den jeweiligen Bedürfnissen an – zugleich verringert sich der Kraftstoff-Mehrverbrauch während des Betriebs um 30 Prozent. Darüber hinaus werden Geräusche und Vibrationen durch die neue Plattform auf ein für diese Klasse außergewöhnlich niedriges Maß reduziert.

Aktive und passive Sicherheit auf höchstem Niveau

Bei der Konstruktion der neuen Plattform – und mithin des neuen Alfa Romeo Giulietta – genoss das passive Sicherheitskonzept höchste Aufmerksamkeit. Mit dem Ziel, im anspruchsvollen EuroNCAP-Test ausschließlich Bestnoten zu erzielen, investierten die Entwickler der Compact-Architektur mehr als 15.000 Stunden in computergestützte Modellrechnungen, führten 80 Crashtests, 150 Tests auf Crash-Schlitten sowie mehr als 100 Versuche mit verschiedenen Komponenten und Subsystemen durch. Mit Erfolg: Der neue dritte Lastpfad steigert das Energieabsorptions-Potential der Fahrzeugfront, senkt bei einem Aufprall die Massenkräfte und verringert die Gefahr des Eindringens von Teilen in die Fahrgastzelle.

Fahrer und Mitfahrer in der neuen Giulietta genießen im Fall des Falles umfassenden Schutz. So bilden sechs Airbags, die schon in der Basisversion zur Serienausstattung zählen, gemeinsam mit Dreipunkt-Sicher­heitsgurten auf allen Plätzen sowie doppelten Gurtspannern und Gurtkraftbegrenzern vorn ein sehr wirkungsvolles Rückhaltesystem. Kopfstützen mit einem Schleudertrauma-Schutz der zweiten Generation und ISOFIX-Kindersitzbefestigungen optimieren ebenso die passive Sicherheit wie die bei einem Aufprall zurückweichende Pedalerie und die Sicherheitslenksäule.

Das aktive Sicherheitskonzept der neuen „Compact“-Plattform basiert auf einer vollständigen Integration aller elektronischen Systeme. Diese Auslegung ermöglicht zum einen die individuelle Wahl des idealen Fahrzeugsetups über die Fahrdynamikregelung „Alfa Romeo D.N.A.“. Wie bereits im kleineren Alfa Romeo MiTo stehen dabei die drei Setup-Funktionen „Dynamic“, „Normal“ und „All Weather“ zur Verfügung. Die in allen Giulietta-Versionen serienmäßige „Alfa Romeo D.N.A.“ regelt das Fahrverhalten, indem es bestimmte Betriebsparameter des Motors, des Lenksystems, des elektronischen Differentials „Q2“ und das Ansprechverhalten des dynamischen Stabilitätskontrollsystems („VDC“) variiert. Im Modus „Dynamic“ wird zusätzlich das neue, sogenannte „Pre-Fill“ aktiviert. Diese Funktion nutzt das „VDC“, um ein möglichst schnelles Ansprechen der Bremsen und damit noch kürzere Bremswege zu realisieren. Einen spürbaren Zugewinn an Fahrdynamik und Sicherheit ermöglicht auch der Lenkassistent „Dynamic Steering Torque“ („DST“): In kritischen Fahrsituationen unterstützt „DST“ den Fahrer mit einem leichten Lenkradimpuls und hilft so, das Fahrzeug wieder auf Kurs zu bringen. Erst wenn dies nicht gelingt, greift die Elektronik in Form des „VDC“ ein und entschärft die Situation.

Ab Mitte Mai steht der neue Alfa Romeo Giulietta zu Preisen ab 19.900 Euro bei den deutschen Alfa Romeo-Vertragspartnern. Dann können sich Interessenten von den Vorteilen der neuen „Compact“-Plattform im Rahmen von Probefahrten eigenhändig überzeugen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Alfa Romeo
Frankfurt, 22. März 2010

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